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Wespen und Hornissen

Als ausgebildeter Wespen- und Hornissenbeauftragter in der Gemeinde Westoverledingen stehe ich Ihnen in jeglicher Form zur Verfügung.

Wenn Sie Hornissen im Garten haben, beachten Sie folgende „Spielregeln für den Umgang mit Hornissen“.  Nestnähe meiden (4 Meter), keine Erschütterungen, kein Anpusten, keine schnellen Bewegungen

Abseits vom Nest: kein wildes Um-sich-schlagen, sondern Ruhe bewahren, Hornissen sind „kurzsichtig“ und schauen sich Menschen gern im Flug aus der Nähe an, ohne etwas zu tun.

Hornissen sind abseits vom Nest niemals aggressiv, wenn man sie in Ruhe lässt. Die Wahrscheinlichkeit von einer Wespe oder Honigbiene gestochen zu werden ist größer

Kleinkinder im Kinderwagen schlafen und strampeln. Hierfür gibt es spezielle Insektenschutznetze speziell für Kinderwagen.

Sandkastenalter: Abstand des  Sandkastens von 4 m sollte eingehalten werden. Aber Achtung: Niemals Barfuß auf dem Rasen laufen lassen! Hier besteht die Gefahr von Bienen und Hummeln gestochen zu werden.

Schulalter: Geben Sie als Eltern nicht die gleiche panische Angst vor Hornissen weiter. Erklären sie ihren Kindern die „Spielregeln“. Und wenn die kindliche Neugier die Kleinen leichtsinnig werden lässt und Sie die Tiere ärgern (Herumstochern, Nassspritzen, Klopfen), dann kann es schon mal einen Stich geben. Dieser tut weh, ist aber kein Grund zur Panik. Hornissenstiche sind nicht anders zu Behandeln als Wespenstiche. Das Wirksamste ist das Trostpflaster.

Hornissen reagieren nicht anders als auf Menschen. Pferde werden wohl gelegentlich gestochen weil sie in Nestnähe mit dem Schweif schlagen. Hunde die nach allem Schnappen was herumfliegt werden wohl auch mal gestochen. Es gibt Hunde, die daraus gelernt haben, stechende von nicht stechenden Insekten zu unterscheiden. Die meisten Hunde lassen aber Bienen, Hummeln, Wespen und Hornissen in Ruhe.
Hornissen und Wespen sind herrenlose, wildlebende Tiere, die niemandem gehören und für die niemand haftbar zu machen ist. Sie zählen zu den geschützten Tierarten gem. BartSchVo.      Ein Hausbesitzer der Hornissen auf seinem Grundstück duldet, kann demnach von niemandem haftbar gemacht werden, da es nicht „seine“ Tiere sind. Außerdem darf er das Nest nicht eigenmächtig entfernen, da Art. 17a BayNatSchG und § 20 f BNatschG das Töten geschützter Tiere und das Beschädigen und Zerstören ihrer Nester ausdrücklich untersagen. Eine Anzeige wegen Hornissen hätte deshalb keine Rechtsgrundlage.
Meistens kommen die Hornissen abends, wenn das Fenster auf Kipp steht und Licht an ist. Hornissen sind auch in der Nacht aktiv und werden vom Licht magisch angezogen. Deshalb Fenster schließen und dann Licht an. Die Nummer 1 in punkto Sicherheit ist ein Fliegengitter, hält nicht nur die Hornissen draußen sondern auch die viel lästigeren Mücken und Fliegen.
Ein Hornissen-, Wespenvolk ist einjährig. In jedem Frühjahr müssen die Königinnen ein neues Nest bauen und ein Volk gründen. Die meisten Hornissenmeldungen erfolgen Ende August/September. Bereits im September ist nach dem Volkshöhepunkt eine Rückläufigkeit festzustellen, bevor es im Oktober rasch zusammenbricht. Gerade in dieser Phase ist es wichtig die Nester zu erhalten, da dann die Jungköniginnen aufgepäppelt werden, ehe sie zum Überwintern ausfliegen. Hornissenköniginnen beginnen etwa Anfang Mai mit der Gründung ihres Staates. Wenn Sie im August oder im September anrufen, haben Sie den Hornissen schon viele Wochen einen Unterschlupf gewährt. Mit etwas Rücksicht auf den Untermieter sollten die letzten paar Wochen hoffentlich auch kein Problem darstellen.
Die meisten Stiche sind ungefährlich und bedürfen keiner Therapie. Kalte Umschläge (Eisbeutel) lindern. Bei Stiche im Hals oder Mundraum sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Bei bekannter Allergie sollte der Gestochene flach gelagert werden, ggf. mit erhöhten Beinen. Ein Zweithelfer muss sofort den Notarzt rufen.!!!
Das Umsiedeln von Hornissennestern ist nach dem Todspritzen die Zweitschlechteste Lösung. Das Abschneiden eines Nestes und das Verbringen an einen neuen Ort ist kein Umsiedeln. Meist ist dieses nur eine Auflösung des Volkes. Arbeiterinnen werden versuchen nach Hause zu fliegen ( schaffen es auch noch in 5km Radius), finden aber ihr neues zu Hause nicht. Die Königin verlässt das untergehende Volk und versucht ein neues Volk zu gründen, das wieder viele Wochen beansprucht. Eine erfolglose Umsiedlung im Hochsommer ist genauso eine Vernichtung wie auf einer anderen Weise, es dauert nur länger. Umsiedeln vermeiden!!!
Belassen sie Todholz in ihrem Garten. Versuchen sie geeignete Nistkästen auf zu hängen. Bauanleitungen für Insektenhotels und Nistkästen kann man kostenlos beim Nabu nach lesen.

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